Sichere Digitale Identitäten

Das Projekt wird im Rahmen des Innovationswettbewerbs „Schaufenster Sichere Digitale Identitäten“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Die Hochschule Mittweida ist Konsortialführer.

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Wichtiger Meilenstein erreicht. ID-Ideal schließt die Wettbewerbsphase ab.

Ende Oktober haben die ID-Ideal Konsortialpartner ihr Konzept für die Umsetzungsphase im Schaufensterprojektes „Sichere Digitale Identitäten“ beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie eingereicht.

„Wir haben ein tolles Konzept auf die Beine gestellt und exzellente Partner ins Boot geholt.“ freut sich Michael Meisel, Projektleiter von ID-Ideal am Blockchain Competence Center der Hochschule Mittweida.

Ziel der vom BMWi geförderten Wettbewerbsphase war es, eine überzeugende Konzeptidee für das Schaufenster zu entwickeln und dieses hinsichtlich Machbarkeit und Umsetzbarkeit zu unterlegen, Hemmnisse zu identifizieren und Voraussetzungen für eine schnelle und effiziente Implementierung zu schaffen.

In der Umsetzungsphase möchte ID-Ideal gemeinsam mit 15 Konsortialpartnern, 28 assoziierten Partnern und 42 weiteren Kooperationspartnern Lösungen für sichere digitale Identitäten in der breitenwirksamen Anwendung in den verschiedenen Domänen: öffentliche Verwaltung, Mobilität, Handel, Industrie 4.0, Energie und Hochschule demonstrieren.

Insgesamt 11 Konsortien hatten die Möglichkeit, detaillierte Roadmaps zur Umsetzung ihrer Konzepte auszuarbeiten schlagkräftiger Partnerschaften zu bilden. Die aussichtsreichsten der ausgearbeiteten Vorhaben erfahren Mitte Dezember, ob sie dann ab Frühjahr 2021 die Chance zur Umsetzung ihrer Idee erhalten.


Kreative Köpfe vereinfachen Verwaltungsprozesse

Ralf Schreiber, Oberbürgermeister der Stadt Mittweida, lud am 25. August 2020 zu einem Workshop im großen Ratssaal ein. Hintergrund ist der Innovationswettbewerb „Schaufenster Sichere Digitale Identitäten“ des BMWi, bei welchem Ansätze gesucht werden, wie diese digitalen IDs sicher genutzt werden können. Im Workshop ging es um kommunale Anwendungsfälle, die man mit einer digitalen ID verbessern kann. Diskutiert wurde unter anderem über ein Online-Bürgerportal, über das Verwaltungsleistungen umgesetzt werden können. Die Bürger und Bürgerinnen sollen bequem von zu Hause aus agieren können – sei es die Ummeldung des Autos, der Antrag auf einen Kita-Platz oder eine Veränderungsmitteilung. Mit der Sicherheit und einfachen Umsetzbarkeit digitaler Identitäten beschäftigt sich das vom BMWi geförderte Konsortium ID-Ideal unter der Leitung der Hochschule Mittweida. Dies nahm Oberbürgermeister Schreiber zum Anlass, um zahlreiche Interessenten einzuladen. Gut 30 Teilnehmer und Teilnehmerinnen konnte er für den Workshop im Rathaus gewinnen. Neben größeren Firmen aus der Region waren auch Jörg Röglin, Oberbürgermeister von Wurzen, und Vertreter aus Dresden und Leipzig in Mittweida. Michael Kubach von der Beratungsraum GmbH in Leipzig moderierte die Veranstaltung. Er selbst zeigte sich begeistert: „Ich führe seit zehn Jahren solche Workshops durch. Dieser war der bisher kreativste und ergebnisreichste zum Thema kommunale Dienstleistungen.“ Dieser Workshop war ein wichtiger Beitrag zu einer Neustrukturierung der Verwaltung im Online-Bereich.

Die Pressemitteilung zum Download finden Sie hier.


Fokus Forschung: Start in Innovationswettbewerb „Schaufenster Sichere Digitale Identitäten“

Chipkarten, Nutzernamen, Passwörter, … – etwa 70 digitale Identitäten haben wir durchschnittlich, um uns digital „auszuweisen“ und Dienste wie E-Mail, Online-Shopping, -Banking, Videostreaming usw. zu nutzen. Hier verliert man schnell den Überblick und zum Problem wird auch, die Hoheit über seine Daten zu behalten. Wie wäre es, diese vielen Identitäten durch eine einzige, sichere digitale ID -Lösung zu ersetzen?!

Wieder Herr über die eigenen Daten zu werden: Dazu hat die Hochschule Mittweida mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft am 1. Juni ein neues Projekt zum sicheren Management digitaler Identitäten gestartet: ID-Ideal. Die Hochschule Mittweida hat sich unter der Leitung des Blockchain Competence Center Mittweida (BCCM) erfolgreich für den vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) initiierten Innovationswettbewerb „Schaufenster Sichere Digitale Identitäten“ qualifiziert.

In der jetzt gestarteten sechsmonatigen Wettbewerbsphase fördert das BMWi die Erstellung eines Umsetzungskonzepts für die breite Anwendung von sicheren digitalen Identitäten in einem Schaufensterprojekt – zum Beispiel für die Authentifizierung von Personen oder Geräten in Verwaltungs- und Wirtschaftsprozessen. Mitglieder des Wettbewerbskonsortiums sind neben der Hochschule Mittweida die Volksbank Mittweida eG, die Stadtverwaltung Mittweida, die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden sowie die Dresdner Unternehmen SALT Solutions AG und KAPRION Technologies GmbH.

Das BMWi fördert das Mittweidaer Projekt „ID-Ideal“ und zehn weitere Wettbewerbsprojekte in der 1. Phase mit zunächst insgesamt 10 Mio. Euro. Bis 30. Oktober 2020 müssen die Umsetzungskonzepte vorgelegt werden, aus denen bis Jahresende maximal drei für die Umsetzungsphase ab April 2021 qualifizierten Projekte ausgewählt werden. Für die dreijährige Umsetzungsphase sind dann jedem Projekt Fördermittel in Höhe bis zu 15 Mio. Euro in Aussicht gestellt.

Das Mittweidaer Wettbewerbskonzept sieht unter anderem eine offene Architektur zur Harmonisierung unterschiedlicher bestehender ID-Technologien vor. Prof. Andreas Ittner (Initiator und Mitbegründer des BCCM) sieht im Wettbewerb vor allen Dingen eine Chance für die Stadt und die Region Mittweida. „Mittweida ist bereits über die sächsischen Landesgrenzen hinaus für sein Engagement im Bereich Blockchain bekannt. Mit dem Konzept einer sicheren, selbst-souveränen digitalen Identität auf Blockchain-Basis gehen wir nun den nächsten Schritt in Richtung Nutzerfreundlichkeit und Breiten-Akzeptanz dieser zukunftsweisen Schlüsseltechnologie.“ so Ittner.

Unternehmenspartner und Unterstützer gesucht

Im Verlauf des Wettbewerbs sollen das Umsetzungskonzept hinsichtlich Machbarkeit, Nutzen und Akzeptanz unterlegt werden sowie Hemmnisse identifiziert und Voraussetzungen für eine schnelle und effiziente Implementierung geschaffen werden. Dazu gehört auch der Ausbau des Konsortiums durch die Gewinnung von relevanten Umsetzungspartnern und Unterstützern, um die Erfolgsaussichten für eine angedachte Umsetzung zu untermauern.
Interessenten könnten sich dazu gerne per Mail an: id-ideal@hs-mittweida.de wenden.

Hintergrund: Der BMWi-Wettbewerb „Schaufenster Sichere Digitale Identitäten“

Digitale Identitäten sind in der heutigen Zeit eine wesentliche Voraussetzung für eine funktionierende Volkswirtschaft, denn fast alle Wirtschaftsprozesse setzen die Identifikation eines Objektes oder einer Person voraus. Digitale Identitäten müssen neben der Vertrauenswürdigkeit auch weit verbreitet sowie kostengünstig sein, sie müssen intuitiv benutzbar sein und die Privatsphäre respektieren. Genau hier setzt der Wettbewerb ein, denn der deutschen Wirtschaft fehlen nutzerfreundliche, flächendeckende, kostengünstige und sichere ID-Lösungen für Unternehmen und Verwaltung. Im Schaufenster-Wettbewerb sollen einfache, kostengünstige und rechtssichere Anwendungsfälle für ID-Lösungen im Alltag praktisch umgesetzt und erprobt werden Bürgerinnen und Bürger sollen sich mit einfachen, schnellen und vertrauenswürdigen Verfahren bei Diensten im Internet registrieren und anmelden (identifizieren und authentifizieren) können, welche ihre persönlichen Daten schützen.


Kickoff-Workshop am 24.06.2020

Am 24.06.2020 fand der Kickoff-Workshop „ID-Ideal: Management sicherer digitaler Identitäten“ an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Dresden statt. Damit starten wir offiziell in die Wettbewerbsphase und freuen uns auf eine spannende Zusammenarbeit.

24.06.2020 Kickoff-Workshop an der HTW Dresden
24.06.2020 Kickoff-Workshop an der HTW Dresden